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Der 5. April 2018 war für die Daimler-Aktionäre ein Grund zum Jubeln. Die diesjährige Hauptversammlung bescherte den Anteilseignern eine 12-prozentige Erhöhung der Dividende auf 3,65 Euro je Aktie. Auch schüttet der Autokonzern mit 3,9 Milliarden Euro die höchste Dividendensumme im Dax aus. Um den Rest der 30 Dax-Konzerne muss gleichwohl niemand in Sorge sein, nachdem 20 von ihnen mit einer Rekorddividende für das Geschäftsjahr 2017 aufwarten. Angesichts dieser frohen Kunde drängt sich der Verdacht auf, dass Sportwetten keinen leichten Stand haben. Dem ist freilich nicht so. Ihr Reiz steht außer Frage.  

Mit Sportwetten Geld verdienen

Wissen ist Macht

Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Gros der Sportwetter den Wettquoten der Buchmacher zu wenig Bedeutung beimisst. Dies ist umso bedauerlicher, als getrost davon ausgegangen werden kann, dass die Wahrscheinlichkeitsberechnungen Hand und Fuß haben. Immerhin zeichnen dafür Profis verantwortlich, die stets auf dem Laufenden sind und die Szene wie ihre Westentasche kennen. So verbürgen hohe Quotenunterschiede klare Ergebnisse, weshalb ihnen speziell Wettdebütanten entsprechende Beachtung schenken sollten.

Im Verein mit den einschlägigen Statistiken bilden die Wettquoten eine solide Entscheidungsgrundlage. Selbst wer mit dem Sport weniger am Hut hat, vermag aus den letzten Begegnungen zweier Mannschaften Tendenzen abzuleiten. Für den Dauererfolg ist es gleichwohl unerlässlich, das Basiswissen über die Online-Wetten mit den aktuellen Wettnachrichten zu vertiefen. Am täglichen Studium der Sportart führt mithin kein Weg vorbei.  

Solides Bankrollmanagement bedeutsam

Nicht von ungefähr heißt es, dass auch Kleinvieh Mist macht. Der Schlüssel zum Erfolg ist mithin nicht die Koketterie mit dem Megagewinn, sondern das kluge Geldmanagement. Weder ist es opportun, allfälligen Verlusten hinterherzujagen, noch darf ein übersteigertes Selbstbewusstsein nach einem Gewinn in ein unüberlegtes Risiko münden. Vielmehr ist es angezeigt, bei wachsender Bankroll die Wetteinsätze zu steigern, bei schrumpfender Bankroll vice versa die Einsätze zu verringern. Neben diesem sogenannten Level Staking ist es ebenso gut möglich, mit dem Kelly-Kriterium die Wetteinsätze im Zaum zu halten. Ins Unreine gesprochen ist es am Sportwetter, den Einsatz bei einem zunehmenden Vorteil innerhalb einer Wettserie zu erhöhen. Gesetzt den Fall, dass sich die Einsatzhöhe an der Fibonacci-Folge orientiert, mutiert das Kelly-Kriterium zur Fibonacci-Methode. Vereinfacht ausgedrückt wird dabei bei einer verloren gegangenen Wette der nächsthöheren Fibonacci-Zahl gemäß gesetzt, während bei einem Gewinn in der Fibonacci-Folge zwei Schritte zurückgegangen wird. Im Unterschied zu anderen Strategien sorgt die Fibonacci-Methode für geringfügigere Einsatzsteigerungen bei einer Pechsträhne. Obendrein vermag sie 5 aufeinanderfolgende Verluste mit 3 Erfolgen wettzumachen.

Mit Dividenden Geld verdienen

Rendite nur ein Erfolgsfaktor von vielen

Nicht selten ist die hohe Dividendenrendite Folge eines sinkenden Aktienkurses, weshalb Dividenden allein vor Verlusten nicht schützen. Im Allgemeinen sind gleichwohl Dividendentitel solider als andere Aktien und von daher definitiv empfehlenswert. Allerdings gilt es zu bedenken, dass die Marktkräfte die fällige Dividende bereits vier bis sechs Wochen vor der Hauptversammlung einpreisen, weshalb es opportun ist, im März und April die lukrativen Titel aufzustocken. Nachdem der Ausschüttung der Dividende regelmäßig eine längerfristige Konsolidierung folgt, hat der Verkauf der Positionen in den Tagen nach der Hauptversammlung durchaus Konjunktur. Wer gleichwohl der Verlockung dieser Gewinnmitnahme widersteht und mit dem Langzeiterfolg liebäugelt, achtet insbesondere auf gesunde Bilanzen, hohe Eigenkapitalquoten und zukunftsträchtige Geschäftsmodelle. Bei Erfüllung dieser Auflagen ist von stetig steigenden Ausschüttungen auszugehen.

Deutsche Dividendenzahler nicht von schlechten Eltern

Der Schein trügt. Zwar hat Zapf Creation mit einer Dividendenrendite von 17 % für Schlagzeilen gesorgt, nicht zu vergessen gilt es aber, dass der Spielwarenhersteller zum ersten Mal seit 14 Jahren überhaupt mit einer Dividende aufwartet. Formfehler wie diese sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutschen Dividendenzahler an sich nicht ohne sind. So hat die Deutsche Pfandbriefbank bereits im März dieses Jahres verlauten lassen, dass mit einer höheren Ausschüttungsquote bis 2019 zu rechnen ist. Mit einer Dividendenrendite von 8 % in diesem Jahr kann sich das Unternehmen durchaus sehen lassen. Daneben gehören zu Deutschlands höchsten Dividendenzahlern Telefonica Deutschland (6,68 %), ProSiebenSat.1 (6,55 %), Freenet (6,22 %), Aareal Bank (5,97 %), GBK Beteiligungen (5,93 %), Mutares (5,48 %), Diebold Nixdorf (5,29 %), Innotec TSS (5,21 %) und Noratis (5,21 %). Lediglich an der Beständigkeit der Zahlungen hapert es. Wer auf eine Dividendenrendite von 4 % nicht nur zur Stunde scharf ist, sondern sie vor 2 Jahren haben wollte und sie in 2 Jahren erneut haben will, ist auf die folgenden Dividendenzahler angewiesen: Telefonica Deutschland, Freenet, Aareal Bank, Energiekontor, Hamborner REIT, Münchener Rück, Allianz, Amadeus Fire und Alstria Office. Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

Bildquelle: geralt / Pixabay